Die Auswirkungen von Covid-19 auf den spanischen Immobilienmarkt

Rückblickend auf die Monate vor dem Lockdown wegen Covid-19 schien es, als würden wir uns von einem etwas herausfordernden Jahr 2019 erholen. Das erste Halbjahr des vergangenen Jahres war nach mehreren Jahren starken Wachstums mit ausgesprochen starker Nachfrage nach modernen, Neubauimmobilien an der Costa del Sol besonders schwierig.

Marbella Sunset

Nach einem Höhepunkt in 2017 und 2018 schien sich der Markt zu Beginn des Jahres 2019 abgeflacht zu haben, was viele zu der Annahme veranlasste, dass eine Phase der Rezession bevorstehe. Erst nach dem Sommer begann sich die Situation wieder zu verbessern, und bis Ende des Jahres schien sich die Angst vor einer Rezession verflüchtigt zu haben, als die Anfragen für Immobilien in Marbella wieder in die Höhe schossen.

2020 – ein geteiltes Jahr

Auf- und Ab-Bewegungen sind ein normaler Teil des Lebens und begleiten uns schon lange, aber was wir dieses Jahr erlebt haben, ist völlig neu. Ohne Kriege oder Naturkatastrophen ist es kaum vorstellbar, dass ein nicht wirtschaftlicher Faktor eine solche Auswirkung hat. Das Jahr 2020 hatte mit der starken Nachfrage und einer Wiederbelebung des Marktes begonnen, bis die Corona-Krise uns alle zum Stillstand zwang.

Diese Maßnahme führte für mehrere Wirtschaftszweige zu einer nahezu vollständigen Einstellung des Geschäftsbetriebs, und obwohl sich Immobilienfachleute als bemerkenswert anpassungsfähig erwiesen, mussten auch sie fast zwei Monate lang untätig herumsitzen. In vielen Teilen der Welt ist von „verlorenen vier Monaten“ die Rede, aber so hart es auch ist, wenn es dabei bleibt, werden wir uns wieder erholen.

Eine bemerkenswert sanfte Landung

Die Krise hat und wird noch einige Zeit starke wirtschaftliche Auswirkungen haben, aber als wir ab Juni in Spanien aus dem Lockdown herauskamen, stellten wir fest, dass unsere schlimmsten Befürchtungen nicht wahr geworden waren. Soziale Distanz und die damit verbundenen Vorschriften verlangsamten die vollständige Rückkehr zum Geschäft, aber nach fast drei Monaten größtenteils verlorener Aktivitäten zieht der Markt wieder deutlich an.

Die Touristen kommen langsam zurück an die Costa del Sol, wo sowohl lokale Verbraucher als auch Unternehmen ihre Tätigkeit wieder aufgenommen haben. Was nicht passiert ist, ist ein freier Fall bei Nachfrage und Preisen. Tatsächlich melden die meisten Immobilienmakler in Marbella viele Anfragen und Besichtigungen, und im Allgemeinen ist der Markt überraschend stabil und lebendig.

„Wir haben mehr Anfragen als je zuvor, und zwar 50 % mehr. Es wird deutlich, wie wichtig moderne Technologien wie virtuelle Touren Online-Besichtigungen geworden sind“, sagt Mary Dunne, Gründungsmitglied von MPDunne – Hamptons International. „Wir kommunizieren mit immer mehr Kunden über Zoom und wickeln einen großen Teil des Vorgangs mithilfe digitaler Tools ab. Deshalb wird es immer wichtiger, für Immobilien virtuelle 360-Grad-Touren als Teil ihres Präsentations- und Marketing-Pakets durchzuführen.“

Das Interesse kommt aus der ganzen Welt, wobei die Covid-19-Situation dafür sorgt, dass nicht weniger, sondern mehr Menschen eine Immobilie in Marbella besitzen wollen, um einen Teil oder das ganze Jahr hier zu verbringen. „Aus ganz Europa, aber auch aus anderen Teilen der Welt, einschließlich den USA, erreichen uns Anfragen von Leuten, die Marbella als einen sicheren, attraktiven Teil der Welt mit einem ansprechenden Lebensstil betrachten“, sagt Mary. „Darüber hinaus scheint das spanische Gesundheitssystem mit der Covid-19-Situation sehr gut umgegangen zu sein, und insbesondere das Krankenhaus Costa del Sol wurde gelobt. All das sind Faktoren, die zur Attraktivität von Marbella beitragen.“

Besonders gefragt sind Premium-Villen in La Zagaleta und an der Goldenen Meile sowie neue und modernisierte Villen in Nueva Andalucía und Sierra Blanca, auf die sich MPDunne – Hamptons International spezialisiert hat. „Es wird eine Weile dauern, bis all dieses Interesse in Transaktionen umgesetzt werden, aber nach dem plötzlichen Stopp war der Neustart mehr als ermutigend.“

Preisentwicklung

Der bei MP Dunne/Hamptons International erlebte Trend spiegelt sich in offiziellen Zahlen wider. Einige Leute dachten, die Immobilienpreise würden nach dem Lockdown im freien Fall abstürzen, aber angesichts der offiziellen Zahlen, die von TINSA, dem spanischen Statistikamt, veröffentlicht wurden, liegt nichts ferner. Verglichen mit dieser Zeit im Jahr 2019 liegen die Immobilienpreise in ganz Spanien tatsächlich um 1,1 % höher und nur in den Küstengebieten um 0,3 % niedriger, was zeigt, dass der Zweitwohnungsmarkt anfälliger in einer solchen Situation anfälliger ist als der Erstwohnungsmarkt.

Im Vergleich zum März, noch vor dem Lockdown wegen Covid-19, sind die Immobilienpreise in Spanien nur um 1,1 % und an den Küsten um eher milde 3,8 % gesunken. Der freie Preisverfall ist daher nicht eingetreten, und die Nachfrage bleibt insbesondere in den mittleren bis oberen Segmenten und in der unteren Preisspanne solide, wo neue Möglichkeiten zur Rücknahme von Banken einen Markt eröffnen, der vor einigen Jahren weitgehend verschwunden war. 

Alles in allem hat sich der Immobilienmarkt an der Costa del Sol angesichts der seltsamen Situation, in der wir uns befanden, stark erholt und scheint tatsächlich einen zweiten Aufschwung zu erleben, der auf der anhaltenden Nachfrage nach der Lebensart von Marbella beruht.

Wenden Sie sich an das Team von MPDunne – Hamptons International, um weitere Informationen zu Immobilien und Lifestyle-Optionen in Marbella zu erhalten.

Veröffentlicht auf 22 Juli 2020 in Nachrichten

Mary Dunne

Mary Dunne

Mary Dunne is a highly qualified and experienced real estate broker in Marbella. Holder of a Spanish Realtor license from 1995. In 1996 she completed a Real Estate Management course in Les Heures University Barcelona, and 2005 earned an MBA in Spanish Real Estate Management. She is a member of the GIPE a professional association for qualified Real Estate agents in Spain and registered with the CEPI (European Association of Real Estate Professional.

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